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"Jahrhunderthochwasser" |
der Saalach - Salzach |
Im "Reichenhaller Tagblatt" stand dazu am 12.08.2002:
BERCHTESGADENER LAND (gh/sp) - So dramatisch war es
noch nie. Zum ersten Mal musste für das gesamte Berchtesgadener Land der
Katastrophenfall ausgerufen werden. Land unter heißt es weit
und breit - Sintflutartige Regenfälle über mehrere Tage hinweg haben
dazu geführt, dass kleine Rinnsale sich in reißende Bäche verwandelten,
Flüsse über die Ufer traten und Seenlandschaften bildeten. Die Pegelstände
von Saalach, Salzach, Sur und Berchtesgadener Ache haben die Hochwassermarken
weit überschritten. Keller laufen voll, Straßen und Unterführungen
sind unpassierbar, Autobahnzufahrten versinken im schlammigen Nass, Bahnlinien
sind gesperrt. Murenabgänge verschütten Straßen und bedrohen
Häuser. Landkreisweit sind etwa 600 Feuerwehrmänner und 50 Mann vom
Technischen Hilfswerk, knapp 60 Rot-Kreuzler und viele Freiwillige im Einsatz.
Etwa 300 Soldaten der Bundeswehr von den Standorten Berchtesgaden und Bad Reichenhall
helfen mit. Sie bringen rund 10.000 Sandsäcke vom Sillberg in die betroffenen
Gebiete. Von der Oberau, Berchtesgaden über Bad Reichenhall, Piding, Ainring,
Teisendorf, Freilassing bis Laufen wurden Unwetterschäden gemeldet.
FREILASSING/AINRING (st) - Nach den Jahrhundert-Niederschlägen
standen am Montag weite Teile des Berchtesgadener Landes unter Wasser. Im mittleren
und nördlichen Landkreis war vor allem in der Gemeinde Ainring und in Laufen
die Lage bedrohlich. In Freilassing traten der Sonnwiesgraben und die Sur über
die Ufer und verwandelten das Gebiet um das Freibad in einen riesigen See. Zu
einer Hochwasserkatastrophe kam es in Salzburg, wo sämtliche Salzachbrücken
gesperrt werden mussten. Das neue Passagierschiff Amadeus sank in
den tosenden Fluten